Innovation A to Z

Eine vollständige Übersicht über den Innovationstrichter mit Tipps, Tricks, Tools und Methoden. Alles, was Sie benötigen, um neue Produkte oder Dienstleistungen einzuführen oder bestehende zu überarbeiten und zu verbessern. Von der „leeren Seite“ bis zur Entwicklung einer Innovation.

Wofür ist das?

Agilität, design-thinking und lean Startup. Was ist was? Aber vorallem, wann nutzt man sie? Wo überschneiden sich die Methoden dieser Instrumente?

Das Poster „Innovation A bis Z“ i vereint das Beste aus den Instrumenten Agilität, design-thinking und lean Startup, um einen vollständigen Überblick über das Innovationsspektrum zu ermöglichen.

Durch die 21 wichtigsten Fragen werden Sie durch das geführt, was Sie bereits erreicht haben und was noch vor Ihnen liegt. Sollten Sie bei einem der Schritte nicht weiterkommen, finden Sie Verweise auf verschiedene Tools aus unserem Verzeichnis. Diese werden Ihnen dabei helfen Ihre Blockade zu lösen, um voranzukommen.

SCHRITTE 1 BIS 3

Scoping.

SCHRITT 1

Haben Sie ein klar definiertes Ziel?

Die Definition Ihres Zieles bzw. Ihrer Herausforderung, hilft Ihnen nicht nur dabei Ihr Team zusammenzustellen, sondern auch, die passenden Teamitglieder zu finden. Sie suchen nach Personen, welche bestimmte Fachkenntnisse mit sich bringen und damit die Möglichkeit bieten einen neuen Blickwinkel einzunehmen.

Verwenden Sie die „Scoping canvas“ als Vorlagen, um den Umfang Ihres Projekts festzulegen.

SCHRITT 2

Bezieht sich Ihr Ziel / Ihre Herausforderung auf Endbenutzer?

Machen Sie eine erste benutzerzentrierte Prüfung, um festzustellen wer von Ihrem Ziel/Ihrer Herausforderung betroffen ist.

SCHRITT 3

Enthält das Ziel eine Lösung?

Wenn Sie nach einer konkreten Lösung suchen, fragen Sie sich: Ist das zugrunde liegende Problem bereits validiert? Sind Sie also sicher, dass Ihre Lösung ein echtes Problem ansprechen wird? Wenn ja, können Sie die Lösung passgenau ansteuern. Wenn nicht, überprüfen Sie das Problem nochmals, bevor Sie mit der Lösungsentwicklung beginnen.

SCHRITTE 4 BIS 7

Problem fit.

SCHRITT 4

Haben Sie eine Benutzergruppe definiert, für die Sie das Problem lösen möchten?

Hier geht es um eine Klarheitsprüfung, wer von Ihrem Ziel bzw. Ihrer Lösungidee betroffen ist. Verwenden Sie die „Persona“, um Ihre Benutzergruppe zu charakterisieren und die „Customer-Journey-Karte“, um sich in die vorliegende Persona einzufühlen.

SCHRITT 5

Haben Sie mindestens 10 Benutzer aus der von Ihnen identifizierten Benutzergruppe interviewt?

„Extreme Nutzer“ betonen das Verhalten unserer Zielgruppe zu stark in eine Richtung. Während der Empathiephase sind sie allerdings von grossem Wert. Durch sie können wir die zugrundeliegenden Bedürfnisse, Treiber und Motivatoren aufdecken, die bei einer einfachen Analyse der Durschnittsnutzer, im Verborgenen bleiben würden. Nutzen Sie „Empathie-Interviews“ und fragmentieren Sie Karten um die Empathiephase erfolgreich zu durchlaufen.

SCHRITT 6

Haben Sie durch die Recherche neue nützliche Erkenntnisse entdeckt?

Haben Sie es geschafft, Ihre bisherigen Annahmen beiseite zu legen und Neues über Ihre Benutzer zu erfahren?

SCHRITT 7

Haben Sie wichtige Erkenntnisse ausformuliert, auf die Sie sich konzentrieren möchten?

Was sind die überraschendsten Erkenntnisse die Sie in der Empathiephase erwerben konnten? Wie können diese Erkenntnisse dazu beitragen Ihr Ziel aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten?

SCHRITTE 8 BIS 13

Lösung fit.

SCHRITT 8

Haben Sie mehrere „Ideenrunden“ gemacht, um möglichst viele Ideen zu entwickeln?

Es ist wichtig der Kreativität Raum zu geben.
Beliebte Tools wie „Gegenüberlegen“, „Analogie-Denken“ und „Brainstorming-Karten“ können Ihnen den Einstieg erleichtern. Sie möchten weitre Informationen dazu erhalten? Laden Sie unseren „Ideen-Leitfaden“ herunter. Dort finden Sie detaillierte Informationen zu Workshops bezüglich Ideenfindung und Brainstorming. Eine zusätzliche, empfehlenswerte Möglichkeit, besteht darin, Ihre Ideen gemeinsam mit den Zielnutzern in einer Sitzung zu entwerfen.

SCHRITT 9

Haben Sie die vielversprechendsten Konzeptlösungen identifiziert und aufgezeichnet?

Nun kommen wir zu der konvergierenden Phase der Ideenfindung: Stellen Sie sicher, dass Sie alle Ihre Notizen zur Ideenfindung in wenige vielversprechende Konzepte mit dem jeweils höchsten Potenzial zusammenfassen.

Verwenden Sie dafür den „Ideen-Einkaufswagen“, den Sie bei der Ideenfindungs-phase erstellt haben. Daraus ordnen Sie Ihre Ideen nach der „How-Now-Wow-Matrix“ an, um die vielversprechendsten zu priorisieren. Verwenden Sie dann zusätzlich eine Konzeptkarte, um aus Ihren Ideen ein Gesamtbild zu erschaffen, was Ihnen erleichtert den Auswahlprozess abzuschliessen.

SCHRITT 10

Haben Sie eine Konzeptlösung ausgewählt und die kritischen Annahmen aus Benutzersicht definiert?

Ähnlich wie in der Wissenschaft müssen wir uns durch Experimentieren und Validieren von Unsicherheit zu Sicherheit bewegen (laden Sie unseren Validierungsleitfaden herunter, um weitere Informationen zu erhalten). Wie das funktioniert? Wir überprüfen unsere Annahmen/Hypothesen des jeweiligen Konzepts. Mit einer Reihe kontrollierter Experimente können Sie Ihre Annahmen einzeln testen. Dafür verwenden Sie die „Experimentkarte“.

SCHRITT 11

Haben Sie einen vereinfachten Prototyp erstellt, um Ihre Annahmen/Hypothesen zu überprüfen?

Oftmals gibt es eine Diskrepanz zwischen dem was Benutzer sagen und dem was Unternehmen daraus machen. Durch die Erstellung eines Prototyps, den Benutzer ausprobieren können, werden solche Diskrepanzen überwunden und eine erfolgreiche Überprüfung der Annahmen findet statt.

SCHRITT 12

Haben Sie den Prototyp zusammen mit Ihren Benutzern getestet?

Wenn Sie Ihren Prototyp erstellt haben, testen Sie ihn zusammen mit Ihren Kunden/Benutzern aus. So maximieren Sie die Anzahl von Erkenntnissen, welche Sie aus dieser Erfahrung gewinnen können.

Denken Sie daran: Scheitern Sie schnell, um schneller zum Erfolg zu gelangen. Verlieben Sie sich nicht in Ihre erste Lösungidee.

SCHRITT 13

Wurde die Lösung validiert?

Wenn nicht, ist es an der Zeit, Benutzerfeedbacks einzubeziehen. Diese Phase erfordert etwas mehr zeitlichen Aufwand. Ihr Prototyp sollte immer wieder überarbeitet werden, bis Sie sicher gehen können, dass die

SCHRITTE 14 BIS 21

Market fit.

SCHRITT 14

Haben Sie ein klares Bild von Ihrem Geschäftsmodell?

Eine vom Endnutzer gewünschte Lösung zu haben, ist großartig. Dieser ikonische Moment markiert den Übergang von der „Erwünschtheit“ zur „Realisierbarkeit“, also von der „Lösung“ zum „Markt“. Nun müssen wir überprüfen, ob unsere validierte Lösung auch durchführbar ist. Mit anderen Worten: Ist sie profitabel?
Zum Einstieg haben wir das „Business Model Kit“ entwickelt, ein Tool mit dem Sie auswerten können, ob jeder an der Lösung beteiligte Stakeholder etwas gibt und etwas erhält (Frage des Wertbeitrags).

SCHRITT 15

Haben Sie einen klaren Wertbeitrag?

Was ist der Schlüsselwert, den Ihre Lösung bietet? Wie unterscheidet er sich vom Rest des Marktes? Wenn Sie dies nicht formulieren können, haben Sie nur eine Lösung – kein Wertangebot. Um bei der Klärung dieser Frage Unterstützung zu finden, verwenden Sie die beliebte „Leinwand für Geschäftsmodelle“.

SCHRITT 16

Haben Sie eine Vorstellung von dem ROI, den Sie mit Ihrer Lösung erzielen werden?

Zahlen sagen mehr als Worte. In dieser Phase ist ein häufiger Fehler vieler Unternehmen, sich zu sehr auf Excel-Kalkulationen zu konzentrieren. Um Zeit zu sparen, empfehlen wir als erstes einen Blick auf die „hohen Zahlen“ zu werden – verwenden Sie dafür die „Ballpark-Figuren“.

SCHRITT 17

Haben Sie die Geschäftsmodellannahmen kartiert?

Welche Annahmen haben Sie bezüglich Ihres Geschäftsmodells getroffen? Folgen Sie erneut dem Validierungspfad, um geeignete Hypothesen zu finden (oder zurückzuweisen).

SCHRITT 18

Haben Sie die Geschäftsmodellannahmen mit den richtigen Leuten in Ihrem Ökosystem getestet?

Vergessen Sie nicht, die getroffenen Annahmen mit dem richtigen Ziel vor Augen zu testen.

SCHRITT 19

Haben Sie Ihre Lösung quantitativ getestet, um die Attraktivität und Zahlungsbereitschaft der Nutzer zu bestätigen?

Bisher haben Sie sich hauptsächlich auf qualitative Tests verlassen, um Ihre Erkenntnisse zu maximieren. Sobald diese abgeschlossen sind, ist es Zeit, einen Test zur Bereitschaft Ihrer Nutzer durchzuführen.

SCHRITT 20

Haben Sie von wichtigen Stakeholdern ein Buy-In erhalten?

Lösungen werden meistens nicht in einem Vakuum erstellt, was bedeutet, dass Sie Unterstützung von den richtigen Personen benötigen. Dies kann zum Beispiel eine Sponsorengenehmigung für die tatsächliche Umsetzung Ihrer Lösung sein.

SCHRITT 21

Herzlichen Glückwünsch! Sie sind nun bereit Ihr Konzept zu verwirklichen.

Die bisher unternommenen Anstrengungen haben Ihre Lösung auf Herz und Nieren überprüft. Sie haben jetzt eine Lösung, die wünschenswert ist (weil Ihre Kunden sie lieben) und realisierbar ist (Sie haben zuverlässige Einnahmequellen identifiziert). Arbeiten Sie nun mit Ihrem Team zusammen an der Entwicklung Ihrer Lösung und achten Sie darauf diese stetig zu verbessern. Viel Erfolg!

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